top of page

Die Seele im Raunen der Rauhnacht 12

Die Heimkehr des Lichts



Von g’schmolzenen Masken, dem großen Segen

und warum auch ein gestandener Waldbube heute feuchte Augen bekommen kann.


Wir schreiben die Nacht vom 5. auf den 6. Januar – die Perchtennacht, das große Finale, das Ziel unserer zwölftägigen Reise zwischen den Welten. Draußen ist die Luft heute Nacht so geladen, dass man meint, die Funken müssten jeden Moment aus dem gefrorenen Boden schlagen. Es ist die Nacht der Epiphanie, der Erscheinung des Lichts.

 

In den Stuben brennen die letzten Rauhnachtskerzen herunter, und im Bayerwald scheint der Frost heute ein besonders kunstvolles Muster an die Fenster zu zaubern – fast so, als wollten die Naturgeister uns zum Abschied ihre Unterschrift hinterlassen. Die Stimmung ist feierlich, fast ehrfürchtig. Das wilde Raunen der letzten Nächte ist einem tiefen, machtvollen Summen gewichen. Es ist der Moment kurz vor dem Sonnenaufgang einer neuen Ära. Wir spüren, etwas Altes ist nun endgültig vergangen, und etwas unendlich Kostbares bereitet sich darauf vor, in uns neugeboren zu werden.


Das Finale am Gipfel der Ahnen

 

Während die Körper vom Hiase und der Traudl in ihren warmen Betten liegen und der Schlafatem ruhig in der kalten Winternacht ein- und ausgeht, erreichen die Seelen der beiden den höchsten Punkt ihrer gemeinsamen Reise. Die Ahnen, die sie gestern noch im Nebel des Steinbruchs umschlossen haben, weisen ihnen heute den Weg hinauf zum Gipfel des Weltenberges.

 

Es ist kein mühsamer Aufstieg. In dieser 12. Nacht fliegen die Seelen dem Licht entgegen, getragen vom Gebet der vergangenen elf Tage. Oben angekommen, stehen sie in einem Kreis aus reinem, weißem Licht. Und dann passiert es. Die Ahnen treten zur Seite und machen Platz für das, was der Hiase nur „den großen Glanz“ nennen kann.

 

Der Hiase, der Waldarbeiter, der normalerweise eher mit der Axt als mit dem Rosenkranz hantiert, steht da und hält seinen Hut in den Händen. Seine Seele zittert ein bisserl. „Traudl“, flüstert er, und seine Stimme bricht fast, „i glaub, jetzt geht’s dahi. Des Licht da vorn... des schaut aus, als hätt’ einer den Himmel aufg’macht und alles Gold der Welt reing’schüttet.“

 

Die Traudl tritt ganz nah an ihn heran. Ihre Seelen berühren sich, Herz an Herz, und in diesem Moment verschmelzen alle Masken, die sie jemals getragen haben. „Schau hin, Hiase“, sagt sie sanft, „des Licht brennt nix weg, was gut is. Es brennt bloß des weg, was nimmer zu uns g’hört. Es is die Ankunft vom Licht in uns selber.

 

Plötzlich bricht aus der Mitte des Lichts eine Welle von Wärme hervor. Es ist kein Feuer, das verbrennt, sondern ein Segen, der heilt. Der Hiase spürt, wie die harten Krusten um sein Herz – die Jahre der Einsamkeit im Wald, die Sorgen um das tägliche Brot, die vergrabenen Enttäuschungen – einfach wegschmelzen wie Märzschnee in der Mittagssonne. Einem gestandenen Waldbuben wie ihm kommen in diesem Moment die Tränen, und er schämt sich nicht einmal dafür. Es sind Tränen der Erleichterung, Tränen der Heimkehr.

 

Die Ahnen beginnen ein Lied zu singen, das keine Worte hat, aber die Melodie der Schöpfung selbst ist. Und in diesem Lied erkennt der Hiase, dass die Traudl nicht nur eine Wandergefährtin in dieser Traumwelt ist, sondern die andere Hälfte der Wahrheit, die er so lange gesucht hat. Die geistige Welt hat sie heute Nacht endgültig „zusammeng’schweißt“.


Ein gewaltiger Lichtblitz durchzuckt die Szenerie, und für einen Moment ist alles eins. Der Wald, die Ahnen, der Hiase, die Traudl und das ewige Licht. Der Kreis schließt sich.


 

Das Licht, das du im Außen suchst, ist heute Nacht in dir angekommen. Du bist vollkommen, gesegnet und niemals getrennt von der Quelle. Das Ziel der Reise bist du selbst.


Integration & Die Kraft des Dezembers

 

Das Thema der 12. Nacht ist die Vollendung. Sie repräsentiert den Dezember des kommenden Jahres. Es geht darum, alle Erfahrungen der letzten elf Nächte zu bündeln und sie fest in unser Herz zu integrieren. Im Dezember 2026 werden wir auf dieses Jahr zurückblicken und erkennen. Jede Prüfung hatte ihren Sinn. Heute setzen wir den Siegelring unter unseren geistigen Vertrag mit dem Universum.

 

Praktische Impulse

 

Die Bündelung der Kräfte

Nimm dir die Notizen der letzten elf Tage zur Hand. Lies sie alle hintereinander

durch. Erkennst du den roten Faden? Das ist dein Seelenweg für 2026.


Licht-Meditation

Zünde eine besonders schöne Kerze an. Stell dir vor, wie die Flamme in dein Herz wandert und dort zu einer Sonne wird, die niemals untergeht.

Segnung des Hauses

Schreibe heute (oder morgen am Dreikönigstag) den Segen "20 C+M+B+26"

über deine Türen. „Christus Mansionem Benedicat“ – Christus segne dieses Haus (und alle, die darin wohnen und wandern).


Dankbarkeit zelebrieren

Schreibe 12 Dinge auf, für die du dankbar bist – eines für jede Rauhnacht.


 

Das Ritual der heutigen Rauhnacht:

 

Das Große Finale – Die Lichtweihe


Heute wird mit dem Edelsten geräuchert, was wir haben: Weihrauch (pur) und vielleicht eine Prise Rose für die Herzöffnung.

 

1. Räuchere heute alle Räume zum letzten Mal aus. Trage das Licht in jeden Winkel.


2. Nimm eine Schale mit Wasser und stelle sie kurz ins Freie (oder ans Fenster), damit sie

das Licht der 12. Nacht aufnimmt. Benetze dich morgen früh mit diesem „Lichtwasser“.


3. Bedanke dich laut bei deinen geistigen Begleitern und den Ahnen. Verabschiede sie mit

Respekt und Liebe in ihre Welt.

 

Wie sieht deine Zwiebelschale für den heutigen Tag aus?

 

Die heutige 12. Rauhnacht steht stellvertretend für den Dezember dieses Jahres.

 

Stell dir dein Leben wie eine Zwiebel vor. Die heutige Schale ist die Dezember-Schale. Der Dezember ist der Kern der Zwiebel, der Ort, an dem das neue Leben bereits als kleiner Keim wartet.

 

Der Zustand der Schale

Wenn du heute die Ankunft des Lichts annimmst, wird deine Dezember-Schale

2026 strahlend weiß und fest sein. Sie wird den Keim deiner Träume sicher durch

den nächsten Winter bringen.


Die Auswirkung

Eine perfekte Schale heute bedeutet, dass du im Dezember nächsten Jahres eine

tiefe innere Zufriedenheit und den Frieden des „Angekommen-Seins“ erleben

wirst. Ist die Schale heute noch fleckig (weil du dich dem Licht verweigerst), wird

der nächste Dezember eine Zeit der spirituellen Leere. Also:

Lass das Licht rein, bis die Schale glüht!

 

Das Gebet für die heutige Rauhnacht

 

„Quelle allen Seins, Licht der Welt, ich danke dir für diese Reise durch die Dunkelheit.

Ich nehme das Licht in mein Herz auf und lasse es dort wohnen. Segne meine Wege im kommenden Jahr, segne die Menschen, die mich begleiten, und lass mich selbst zum Licht für andere werden. Der Kreis ist geschlossen, die Kraft ist da. Amen.“

 

Deine Aufgaben für die 12. Rauhnacht:

 

Hier ist dein finaler Aufgabenplan:

 

I. Rückblick & Abschluss:

 

Löse das letzte deiner 13 Wünsche-Zettelchen auf (falls du das Ritual gemacht hast). Der 13. Wunsch ist der, um den du dich selbst kümmern darfst!


Bedanke dich bei deinem Körper, der dich durch diese energetisch anstrengende Zeit getragen hat.

 

II. Vorbereitung auf das Außen:

 

Räume heute deine „geistige Werkstatt“ auf. Was willst du ab morgen ganz konkret anders machen?


Bereite ein Festessen vor (und wenn es nur für dich allein ist), um die Heimkehr des Lichts zu feiern.

 

III. Integration:

 

Bleibe heute so lange wie möglich in der Stille, um die Energie der 12. Nacht zu „versiegeln“.

 

„Wenn das Licht der 12. Nacht deine Seele berührt, gibt es kein Dunkel mehr, das Bestand hat – du bist bereit, die Welt mit deinem eigenen Glanz zu verändern!“

  

Morgen kehren wir zurück in den Alltag, aber wir sind nicht mehr dieselben. Morgen schauen wir auf den 6. Januar, den Tag der Heiligen Drei Könige, und wie wir die Magie der Rauhnächte das ganze Jahr über lebendig halten.

 


Möge dein Dezember 2026 ein einziges Lichterfest der Seele sein, an dem du erkennst, dass du das Licht und bereits am Ziel bist!

 

Dein Wanderer zwischen den Welten,



Herzlich Harald🙏👣🎈🙏


 

Werde Teil einer Gemeinschaft, die Kultur, Gesundheit und Spiritualität neu denkt – ein Kreis von Suchenden, die wissen, dass der wahre Reichtum im Innen liegt.



I bin vom Woid dahoam

sichere dir dein handsigniertes Exemplar und nimm an der Verlosung teil.



 

 

 
 
 

Kommentare


Buch: I bin vom Woid dahoam

sichere dir dein Handsigniertes Exemplar und nimm an der Verlosung teil

  • Telegramm
  • Whatsapp
  • TikTok
bottom of page