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Freiheit V
Das Vermächtnis der Mythen Die Mystik der Mythen Die Meisterschaft der Freiheit Die Niederungen der Zivilisation ersticken oft im Lärm ihrer eigenen Verwaltung. Wer verstehen will, was ein freier Mensch im Kern ist, muss dorthin steigen, wo der Wind die Phrasen verweht und jeder Schritt über Abgründen absolute Wachheit fordert. Hoch über den Tälern der Mythen Weit weg von den nassen Elbauen, weit weg vom Gebrüll der Autobahnen und den dumpfen Phrasen der Funkhäuser, ragen die

Harald Schneider
vor 5 Tagen6 Min. Lesezeit


Freiheit IV
Das Prinzip der Rose Die unberührbare Souveränität Nach dem Sturm kommt nicht sofort die Klarheit, sondern erst einmal die Kälte. Wer seine lebenslange Lebenslüge im Schlamm ertränkt hat, steht zitternd da und muss neu begreifen, wie man atmet, ohne Befehle von oben zu erwarten. Das Verlassen der Arena Der Nebel über dem toten Flussarm begann sich langsam zu lichten. Blasse, kühle Sonnenstrahlen brachen durch das dichte Blätterdach der alten Weiden und zeichneten zarte Licht

Harald Schneider
vor 5 Tagen7 Min. Lesezeit


Freiheit III
Nackt vor Gott und der Natur Auf der Suche nach Freiheit im Elbarm bei den Türmen Die Flucht vor der Wahrheit lässt sich auf vier Rädern erstaunlich komfortabel gestalten – zumindest solange der Tank voll ist und die Klimaanlage summt. Doch kein Algorithmus der Welt kann ein zerrüttetes Weltbild kitten, wenn die Reise unweigerlich dorthin führt, wo der Asphalt aufhört. Das rollende Schützengraben-Gehäuse Der Dienstwagen – ein schwerer, anthrazitgrauer 5er BMW mit Allradantri

Harald Schneider
vor 5 Tagen8 Min. Lesezeit


Freiheit II
Die Illusion der Völker Freiheit beginnt nicht im Gesetzbuch, sondern im Moment, in dem die Angst vor dem Urteil der anderen stirbt. Waffen, Mythen und die Eidgenossen Wer begreift, dass die eigenen Mauern morsch sind, sucht reflexartig nach Fluchtwegen jenseits der Grenze. Am Frühstückstisch in Helmstedt klammerte sich Bert an die letzten verbliebenen Bastionen seiner westlichen Vorstellungswelt: das bewaffnete Amerika, juristische Schlupflöcher und die erhabenen Gipfel der

Harald Schneider
vor 5 Tagen9 Min. Lesezeit


Freiheit I
Der Kaffeehaus-Schock an der alten Grenze Früher Grenzstreifen, heute Transitraum – die Kulisse wechselt, der Geruch von Kontrolle bleibt. Hinweis: Handlungen und Dialoge sind frei gestaltet. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig und dienen der Verdeutlichung zeitgeschichtlicher Prozesse. Der graue Septemberregen schlug in harten, unregelmäßigen Schauern gegen die Doppelverglasung des Rasthof-Hotels kurz vor Helmstedt. Draußen zogen die Gisc

Harald Schneider
vor 5 Tagen7 Min. Lesezeit


Du sollst nicht töten II
Wer frei ist von Schuld werfe den ersten Stein Das schwere Wasser Es regnet. Es ist nicht das kurze norddeutsche Schauern, das über das Land fegt und der Wind danach den Asphalt nach Minuten wieder trockenbläst. Nein, es ist ein gleichmäßiger, schwerer Regen, der das platte Land zudeckt wie ein nasses Leintuch. Als wolle der Himmel das endlose Gerede, das Rechthaben und das gegenseitige Zerren der Welt für eine Weile einfach unhörbar machen. Wieder sitze ich in einer dieser s

Harald Schneider
5. Sept.9 Min. Lesezeit


Du sollst nicht töten!
Das Pulsieren im Eisenkreuz Ich sitze in einer neuapostolischen Kirche hier in Norddeutschland. An der schlichten Wand hängt ein einfaches Kreuz – ganz ohne den geschundenen, leidenden Körper von Jesus. Es besitzt zwar nicht die Form meines gewohnten, gleichschenkligen Kreuzes, doch das spielt in diesem Augenblick keine Rolle. Der gesamte Gebetsraum ist geflutet von einem warmen, reinen Licht und einer zutiefst wohltuenden Energie. Die Gläubigen um mich herum sind ein buntes

Harald Schneider
30. Aug.7 Min. Lesezeit


Sedna, wann endet der wilde Ritt?
Wenn das Metall in der Erde zu schmelzen beginnt Die Erde reinigt sich Es ist leicht geworden, in die Welt der Träume zu gehen. Zu leicht. Vision jagt Vision, und die irreale Welt öffnet sich, als hätte jemand die Tür einen Spalt weiter aufgemacht. Manchmal denke ich, es sei einfacher, dort zu sein als hier. Hier, in der Hitze der realen Welt, die mittlerweile für jeden spürbar geworden ist. In der Großstadt sind die Krankenwagen-Sirenen schon so normal, dass kaum noch jemand

Harald Schneider
20. Aug.8 Min. Lesezeit


Der weiße Schwan
Der Kini is gegangen Das Verstummen am See und das bayerische Paradoxon Es ist eine bittere, fast heilige Stille, die sich an jedem 13. Juni über das seichte Wasser am Starnberger See legt. Wenn wir heute an das Jahr 1886 zurückdenken, spüren wir eine tiefe, blutende Wunde in der bayerischen Seele. Es ist das bayerische Paradoxon: Unser Volk neigt seit jeher dazu, jene Visionäre zu jagen, zu verunglimpfen und zu brechen, von deren geistigem Erbe und bleibender Substanz Genera

Harald Schneider
13. Juni6 Min. Lesezeit


Der Takt der Seele
Il modo mio Wenn das Universum deine Geschwindigkeit bestimmt Ich sitze im Auto. Hamburg, Rushhour. Um mich herum die blecherne Hitze der Stadt, das aggressive Aufheulen von Motoren, das nervöse Hupen derer, die meinen, noch weniger Zeit zu haben als all die anderen. Das Leben im Außen ist ein rücksichtsloser Sprint geworden, ein ständiges Jagen nach dem nächsten Moment, während das Jetzt achtlos überrollt wird. Genau in diesem Augenblick, gefangen an einer roten Ampel, vibri

Harald Schneider
6. Juni7 Min. Lesezeit


Der Ritt wird wilder
„Aus der Kälte der Tiefe in die Geschwindigkeit des Feuers.“ 20. Mai 2026 Es ist wieder diese Stunde. Zwei Uhr morgens. Die Autobahn ist nass, und das Licht der Scheinwerfer fühlt sich an wie ein dünner Strahl in einer viel zu großen Dunkelheit. Ich fahre und spüre plötzlich, wie etwas in mir schneller geworden ist. Nicht aufregend. Sondern fordernd. Als würde etwas in mir nicht mehr warten wollen. Vor drei Monaten habe ich geschrieben, dass 2026 das Jahr des Feuerpferdes sei

Harald Schneider
20. Mai9 Min. Lesezeit


Helden müssen fallen, oder ...
Bescheidenheit ist eine Zier, wenn Du dabei nicht dein Licht versteckst ... die stille Entscheidung, wieder aufzustehen Es war einer dieser Abende in Hamburg, bei denen man merkt, dass die Runde nicht nur höflich miteinander redet. Die Stimmung offen, fast ein bisschen forsch. Man saß beisammen, sprach über dieses und jenes, über mein Buch, über meine Reise – jene 3000 Kilometer, die mich durch Europa geführt hatten –, über das, was einen im Innersten bewegt.

Harald Schneider
19. Mai8 Min. Lesezeit


Eine Fahrt durch ein zerfurchtes Land
Deutschland, wie geht es dir? Der Riss im Asphalt und das Licht der Seele! Ich fahre durch die Nacht. Über mir spannt sich ein gewaltiger, sternenklarer Himmel aus – eine unendliche Weite, die so viel Frieden ausstrahlt und mich daran erinnert, dass wir eigentlich Kinder des Lichts sind. Doch mein Blick muss zurück auf den Asphalt, zurück in die Realität eines Landes, das unter mir zerfurcht und zerrissen liegt. Ich nehme wahr, wie sich die Autobahn in dieser Nacht in ein biz

Harald Schneider
3. Mai6 Min. Lesezeit


Von den Sternen in die Stille des Alltags
Der Jahrestag der Stille Dahoam - d'Welt 2021 Es ist der 27. April 2026. Vor genau fünf Jahren stand ich am Friedhof in Hinterschmiding. Es war der Geburtstag meines verstorbenen Vaters – ein Datum, das schwer in der Luft lag, aufgeladen mit Abschied und Aufbruch zugleich. Die Welt um mich herum war in eine unheimliche Starre gefallen. Die Pandemie hatte Bayern fest im Griff; Tourismus war ein Fremdwort, die Gasthäuser verriegelt, die Straßen wie leergefegt. Ich erinnere mich

Harald Schneider
27. Apr.4 Min. Lesezeit


Prosit Neujahr?
Warum das Leben am 21. März wirklich beginnt Prosit Neujahr, Januar oder März? Warum der 1. Januar eine Lüge ist und das Leben heute wirklich erwacht Hast du dich am 1. Januar auch dabei ertappt, wie du pflichtbewusst die Gläser gehoben hast, während draußen der Frost die Welt im Würgegriff hielt? Wir feiern den „Neuanfang“ traditionell an einem Punkt, an dem die Natur biologisch am tiefsten Punkt verharrt. Es ist ein Neujahr per Dekret – ein administrativer Akt, der in der k

Harald Schneider
21. März10 Min. Lesezeit


Vom Starkbier zur inneren Stille
Ein bayerische Masterplan zur Reinigung von Geist und Körper Humorator oder Wasser, das ist hier die Frage? Wenn das flüssige Brot zur „Humeratorzeit“ ruft Stell dir das München des 17. Jahrhunderts vor: Die Glocken läuten den Aschermittwoch ein, und für die Paulaner-Mönche von Neudeck ob der Au beginnt eine Zeit der strengen Entbehrung. Bis zu 130 Fastentage im Jahr waren damals keine Seltenheit, und feste Nahrung war während der 40 Tage vor Ostern strengstens untersagt. Doc

Harald Schneider
1. März18 Min. Lesezeit


Sednas Ritt auf dem Feuerpferd
Spürst du es schon? Wasser und Feuer gibt Dampf! Das Opfer der Tiefe (Mythologie) Das Ende der Unschuld und der ultimative Verrat Sedna ist nicht einfach eine Figur aus einem alten Märchen; sie ist die personifizierte Wahrheit der Naturgesetze, die dort beginnt, wo die menschliche Kontrolle endet. Die Legende der Inuit führt uns in eine Zeit der absoluten Isolation und der existenziellen Prüfung. Sedna war eine junge, stolze Frau, die sich weigerte, den leeren Versprechungen

Harald Schneider
20. Feb.17 Min. Lesezeit


Der Aufbruch – Vom Schatten ins Licht
Der Tag der Entscheidung - warum heute? Die Symbolik der Asche Der Aschermittwoch wird oft als ein Tag der Trauer oder des Endes missverstanden. Doch wer tiefer blickt, erkennt in der Asche nicht den Tod, sondern das Ergebnis einer notwendigen Verbrennung. Asche entsteht nur dort, wo zuvor ein Feuer gewütet hat – ein Feuer, das das Flüchtige, das Überflüssige und das Künstliche verzehrt hat. In der Tradition ist das Aschenkreuz auf der Stirn kein Zeichen der Niederlage, sonde

Harald Schneider
18. Feb.10 Min. Lesezeit


Wer reitet, kann nicht wischen
Wer reitet das Feuerpferd Der große Frequenzwechsel Während die westliche Welt den Jahreswechsel am 1. Januar mit künstlichem Feuerwerk und meist hohlen Vorsätzen bereits hinter sich gelassen hat, wartet die wahre energetische Zäsur noch auf uns. Das chinesische Neujahr am 17. Februar 2026 ist kein zufälliges Datum in einem verstaubten Kalender – es ist der Moment, in dem die kosmische Frequenz auf Vollgas umschaltet. Warum erst jetzt? Weil die fernöstliche Weisheit den Takt

Harald Schneider
17. Feb.10 Min. Lesezeit


Das Erbe der Stille
Feiern als wäre es der letzte Tag - dann in Stille fasten Warum wir seit Jahrtausenden fasten In den Straßenschluchten unserer großen Städte, zwischen dem unaufhörlichen Rauschen des Verkehrs und dem digitalen Dauerfeuer unserer Zeit, sehe ich oft in Gesichter, die gezeichnet sind. Es ist die „graue Masse“ einer Zivilisation, die im Überfluss verhungert. Wir sind satt und aufgedunsen, aber nicht genährt; wir sind vernetzt, aber ohne Verbindung. Wir gehen auf dem Boden, sind

Harald Schneider
15. Feb.12 Min. Lesezeit
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