top of page
Suche


Das spirituelle Labyrinth
Wie wir die Mitte zwischen Versteinerung und Illusion besetzen. Der Weg zur Mitte Der Ruf aus dem Labyrinth „Siamo piccoli e grandi, siamo santi e assassini.“(Wir sind klein und groß, wir sind Heilige und Mörder.) Diese Worte sind mehr als nur eine Beobachtung menschlicher Widersprüche – sie sind die Standortbestimmung eines Wanderers, der die Extreme der Welt am eigenen Leib erfahren hat. Wir leben in einer Zeit, die uns unaufhörlich zwingen will, uns für eine Seite zu entsc

Harald Schneider
vor 17 Stunden6 Min. Lesezeit


Von der Zerrissenheit zur Nachfolge
Siamo piccoli e grandi, siamo santi e assassini "Siamo piccoli e grandi, siamo santi e assassini“ "Siamo piccoli e grandi, siamo santi e assassini“ – Wir sind klein und groß, wir sind Heilige und Mörder. Mit diesen Worten beschrieb Umberto Tozzi einst das Paradox unseres Menschseins. Es ist eine Zeile, die keine Spekulation zulässt. Sie ist reine Substanz. Wer ehrlich in sein eigenes Herz blickt, der weiß, in uns allen wohnt die Fähigkeit zum Größten und zum Schrecklichst

Harald Schneider
vor 3 Tagen5 Min. Lesezeit


🌌 Gli altri siamo noi
Eine nächtliche Fahrt zur Quelle der Seele. Gli altri siamo noi ... welch Worte, welch Gefühl ... Es ist zwei Uhr morgens. Das Scheinwerferlicht frisst sich mühsam durch das nasse Schwarz der Autobahn. Draußen peitscht eine Art Schneeregen gegen das Metall, und das sanfte Gleiten über den Asphalt fühlt sich fast an wie ein Schweben im Nichts. In dieser Isolation, zwischen der Wärme des Innenraums und der unerbittlichen Kälte der Welt da draußen, geschieht es oft. In der Tiefe

Harald Schneider
17. Jan.6 Min. Lesezeit


🌌 Die Geschichte des Jakobsweges
Teil 2 - Als der Adler landete (200 v. Chr.) Die Landung des Adlers auf der Iberischen Halbinsel Vom Sternenweg zur «Via Militaris» oder wie Roms Gier nach Silber die heiligen Pfade für immer veränderte. Stell dir vor, du stehst auf einem Hügel in der staubigen Hitze der Meseta. Es ist das Jahr 200 vor Christus. Unter dir liegt der Pfad, den deine Vorfahren seit Generationen gegangen sind – der „Sternenweg“, der der Milchstraße nach Westen folgt, zum Ende der Welt («Finis Ter

Harald Schneider
13. Jan.5 Min. Lesezeit


Wenn die Cloud einfriert
Wenn das digitale Design die physikalische Last des Lebens vergisst. Zwei Welten am Samstagmorgen Es ist Samstagmorgen im Bayerischen Wald - Vor meinem Fenster vollzieht sich eine Verwandlung in Zeitlupe. Der Schnee fällt nicht einfach – er legt sich mit einer ehrlichen, unerbittlichen Schwere auf die Tannen. Hier draußen herrscht absolute Kausalität. Wo eine Flocke landet, dort bleibt sie liegen. Wenn es friert, knirscht der Boden. Es gibt kein „Vielleicht“, keine Fehler

Harald Schneider
13. Jan.9 Min. Lesezeit


Die Lüge der Effizienz
Warum ich lieber 3.000 Kilometer Schmerzen ertrage, als ein einziges Mal an einem Passwort zu scheitern! Ein Essay über den Verlust der Bodenhaftung, die Arroganz der Konzerne und wie wir uns die Kontrolle zurückholen. Heute Morgen blinkte mein Handy auf. Ein Samsung-Dienst namens „NOW Brief“ wollte mir meinen Tag erklären. Er wollte mir „smart“ zusammenfassen, was wichtig ist. Ich habe nicht darum gebeten. Es ist nur eine weitere Funktion in einer Welt, die behauptet, uns da

Harald Schneider
13. Jan.6 Min. Lesezeit


Das Licht der Rauhnächte und das Herz Europas
Das Echo der Stille - wenn aus der Einkehr Alltag wird Das Echo der Stille - wenn aus der Einkehr Alltag wird Morgen kehren wir zurück in den Alltag, aber wir sind nicht mehr dieselben. Die Rauhnächte, diese geheimnisvolle Zeit zwischen der Wintersonnenwende und dem Dreikönigstag, haben uns Raum gegeben, in die Tiefe zu blicken. Wir haben geräuchert, geträumt und Altes losgelassen. Wer diese zwölf Nächte bewusst erlebt hat, tritt nicht einfach nur in ein neues Kalenderjahr –

Harald Schneider
6. Jan.7 Min. Lesezeit


Die Seele im Raunen der Rauhnacht 12
Die Heimkehr des Lichts Von g’schmolzenen Masken, dem großen Segen und warum auch ein gestandener Waldbube heute feuchte Augen bekommen kann. Wir schreiben die Nacht vom 5. auf den 6. Januar – die Perchtennacht, das große Finale, das Ziel unserer zwölftägigen Reise zwischen den Welten. Draußen ist die Luft heute Nacht so geladen, dass man meint, die Funken müssten jeden Moment aus dem gefrorenen Boden schlagen. Es ist die Nacht der Epiphanie , der Erscheinung des Lichts. In

Harald Schneider
5. Jan.5 Min. Lesezeit


Die Seele im Raunen der Rauhnacht 11
Das Flüstern der Ahnen Von der Kraft der Stille, buckligen Verwandten im Geisterreich und dem Mut, die eigenen Wurzeln zu gießen. Wenn der 4. Januar anbricht, verändert sich das Raunen der Rauhnächte erneut. Die Luft ist nicht mehr nur kalt; sie ist schwer von Bedeutung. Wir befinden uns in der 11. Rauhnacht , die energetisch den November diesen Jahres repräsentiert. Draußen im Bayerwald liegt der Nebel so tief, dass man meinen könnte, die Erde selbst ziehe den Kopf ein, u

Harald Schneider
4. Jan.6 Min. Lesezeit


Die Seele im Raunen der Rauhnacht 10
Das große Loslassen Von welken Blättern, inneren Schatzkammern und dem Mut, die Kontrolle dem Universum zu überlassen. Die 10. Rauhnacht senkt sich über das Land wie ein schwerer, samtener Mantel. Das Licht der Kerzen scheint heute Abend einen rötlicheren Schein als sonst zu haben, fast so, als ob das Feuer selbst wüsste, dass wir uns dem Kern der Transformation nähern. Es ist die Stimmung des Übergangs. Der Trubel der ersten Nächte ist verflogen, die Euphorie der Neujahrsvor

Harald Schneider
3. Jan.5 Min. Lesezeit


Die Seele im Raunen der Rauhnacht 9
Wenn der Nebel tanzt Draußen herrscht jene magische Stille, die so dick ist, dass man sie fast in Scheiben schneiden könnte. Der 8. Tag hat uns tief in die Abgründe unserer Seele geführt – das war schwere Kost, fast wie der üppige «Festbraten», der einem nachts noch im Magen liegt. Aber heute, in der 9. Rauhnacht, ändert sich das Wetter, denn es knistert im geistigen Gebälk. Die schwere, feuchte Kälte weicht einer kristallinen Frische. Wer genau hinhört, der merkt, das Raunen

Harald Schneider
2. Jan.4 Min. Lesezeit


Die Seele im Raunen der Rauhnacht 8
Wenn die Ahnen zum Kaffee kommen Der Neujahrstag liegt über dem Land wie eine schwere, flauschige Decke. Während die Welt da draußen noch den Kater auskuriert und die Überreste der Raketen aus den Vorgärten klaubt, herrscht in der geistigen Welt Hochbetrieb. Es ist die 8. Rauhnacht (vom 1. auf den 2. Januar). Der Lärm ist verflogen, die Luft ist rein – fast schon zu rein. Es ist diese ganz spezielle Stille des 1. Januars, in der man das Gefühl hat, die Zeit selbst würde kurz

Harald Schneider
1. Jan.5 Min. Lesezeit


Die Seele im Raunen der Rauhnacht 7
Wenn Seelen sich rufen Die Silvesterrauhnacht Das unsichtbare Netz Wir befinden uns mitten im Herzschlag der "Zeit zwischen den Jahren". Draußen mag der Wind den Schnee über die Hänge peitschen oder eine fast unnatürliche Stille über den Tälern liegen. Es ist die 7. Rauhnacht, die Schwelle vom alten zum neuen Jahr (31. Dezember auf 1. Januar). Während die Welt da draußen mit Böllern und Korkenknallen versucht, das Alte zu verscheuchen, geschieht das wahre Wunder in der Stille

Harald Schneider
31. Dez. 20255 Min. Lesezeit


Die Seele im Raunen der Rauhnacht 6
Das Echo der Mitte – Bereinigung und die Kraft der Vergebung Der Hiase schaut und sieht Der Stillstand vor dem Umbruch Wir haben die Halbzeit erreicht. Hinter uns liegen fünf Nächte, in denen die Geister tief flogen und die Träume schwer waren. Doch in dieser sechsten Nacht, vom 30. auf den 31. Dezember , verändert sich das Flüstern. Das „Raunen“, das in der letzten Nacht noch von außen kam – getragen von den Stimmen der Freunde und der Ahnen – wandert nun nach innen. Es ist

Harald Schneider
30. Dez. 20256 Min. Lesezeit


Die Seele im Raunen der Rauhnacht 5
Eine Nacht zwischen den Welten – Die Mairauhnacht Der Hiase und die Uroma Traudl Die Empfängnis der Zeit Der Wind peitscht über die Höhen zwischen Hinterschmiding und Finsterau. Wer heute Abend vor die Tür tritt, spürt die Kälte nicht nur auf der Haut, sondern bis tief in den Knochen. Der Schnee liegt so hoch, dass die Zäune unter einer gnädigen weißen Last verschwunden sind. In dieser Nacht, in der das alte Jahrhundert seine letzten Atemzüge tut, ist die Grenze zwischen dem

Harald Schneider
29. Dez. 20254 Min. Lesezeit


Die Seele im Raunen der Rauhnacht 4
Der Hiase und der ungezähmte Aufbruch des April Wenn die vierte Rauhnacht heraufzieht, ist es vorbei mit der Besinnlichkeit. Der 28. Dezember gehört dem April – und im Woid ist der April kein sanfter Frühlingsbote, sondern ein unberechenbarer Rebell. Er ist die Urgewalt, die das Eis bricht, ob es will oder nicht. Erinnere ich mich an den 28. Dezember 2021 zurück, dann saß da kein spiritueller Sucher am Tisch, der über Chakren philosophierte. Da saß der Hiase. Ein Waldbub aus

Harald Schneider
27. Dez. 20254 Min. Lesezeit


Die Seele im Raunen der Rauhnacht 3
Traudls Erwachen und der Ruf des März Traudls Licht im Fenster Finsterau, Kreuzberg & Hinterschmiding, 27. Dezember. Wenn die dritte Rauhnacht anbricht, weicht die karge Stille des Hiase einer anderen Energie. Es ist die Nacht, die dem März den Weg ebnet. Während der Februar noch vom harten Frost und dem Stefansholz geprägt war, spüren wir heute das erste leise Zittern unter der Schneedecke. In unserem Hof in Finsterau war dies die Zeit der Traudl. Wenn der Hiase das Fundamen

Harald Schneider
26. Dez. 20253 Min. Lesezeit


Die Seele im Raunen der Rauhnacht 2
Das Vermächtnis des "Hiase" und das Schweigen der Bäume Da Woid vazeiht koane krummen Wege Finsterau & Hinterschmiding, 26. Dezember. Wenn der Stefanitag über den Bayerischen Wald hereinbricht, verändert sich die Energie im Gebälk der alten Höfe. Während der 25. Dezember noch vom Echo der weihnachtlichen Liturgie und der mütterlichen Wärme der Traudl geprägt war, gehört der zweite Tag der Rauhnächte dem Hiase. Er ist die Verkörperung des „Waidlers“ – rauchig, wortkarg, tief v

Harald Schneider
26. Dez. 20255 Min. Lesezeit


Die Seele im Raunen der Rauhnacht 1
Die Zeit zwischen den Zeiten 25.12 die erste Rauhnacht zeigt den Januar 2026 Traudls erste Rauhnacht Bevor wir in das Jahr 1899 eintauchen, müssen wir verstehen, was diese Tage eigentlich bedeuten. Die Rauhnächte – jene zwölf Nächte zwischen Weihnachten und Dreikönig – basieren auf dem Unterschied zwischen dem Mondjahr (354 Tage) und dem Sonnenjahr (365 Tage). Diese „übrig gebliebenen“ elf Tage und zwölf Nächte liegen außerhalb der normalen Zeitrechnung. Es ist eine Phase,

Harald Schneider
25. Dez. 20256 Min. Lesezeit


Mal d’Germania
Wie wir Deutschen uns von unserer Rückgratlosigkeit befreien können. Unser Urvater und das Betonmonster von Prora - Mal d'Germania Ich sitze im Auto. Deutschland zieht an mir vorbei, grau in grau an diesem Dezembertag. Die Autobahn ist ein endloses Band aus Asphalt und Gischt. Das Radio läuft leise, ein Klangteppich unter den monotonen Reifengeräuschen. Ich achte kaum darauf. Doch dann, plötzlich, durchschneidet eine Melodie die Monotonie. Ich drehe lauter. Es sind Alice und

Harald Schneider
24. Dez. 20256 Min. Lesezeit
bottom of page
