Dr. med. Peter D’Adamo entwickelte aus seinen Erkenntnissen über Lectine überaus wirksame Ernährungsregeln. Lectine sind eine Art biologischer „Superklebstoff“, der blutgruppenspezifisch wirkt und sollten daher unbedingt beachtet werden. Wenn man z.B. ein Nahrungsmittel isst, das EiweissLectine enthält, die mit dem Antigen der eigenen Blutgruppe unverträglich sind, greifen die Lectine an einem Organ an und beginnen, die Blutzellen in dieser Region zu agglutinieren, d.h. zusammen zu kleben und zu verklumpen. Die Einwirkung von Lectinen lässt sich indirekt mittels „Indikan-Test“ (zeigt Fäulnisprozesses im MagenDarmtrakt auf) nachweisen, der eindeutig anzeigt, dass ein unverdaubares, „giftiges“ Nahrungsmittel in den Organismus gelangt ist. Dieses Nahrungsmittel hat in der Regel eine 90mal höhere Wirkung als bei jemandem, bei dem dasselbe Nahrungsmittel blutgruppenverträglich ist. Wenn z.B. ein Mensch mit Blutgruppe 0 einen Muffin aus Weizenvollkornmehl isst, entspricht das für Angehörige anderer Blutgruppen einer Giftstoffmenge von 90 Muffins aus Weizenvollkornmehl. Dies macht deutlich, wie wichtig die Beachtung der blutgruppenspezifischen Ernährung für die Gesundheit jedes Einzelnen ist. Dr. D’Adamo hat 16 Nahrungsmittelgruppen erfasst. In jeder Gruppe werden die Nahrungsmittel in drei Kategorien unterteilt. Sehr bekömmliche Nahrungsmittel (wirken wie eine Arznei), neutrale (sind einfach etwas zu essen) und zu vermeidende Nahrungsmittel (wirken wie Gift)

 Der 0-Typ - Der Jäger

Im Verdauungstrakt von Menschen mit Blutgruppe 0 ist die Erinnerung an uralte Zeiten lebendig. Sie benötigen auch heute noch Nahrung, die reich an tierischem Eiweiss ist. Je belastender der Beruf oder je anstrengender die sportliche Betätigung ist, desto grösser sollte der Eiweissanteil in der Ernährung sein. Der 0-Typ kann Fleisch wirksam verdauen und umwandeln, weil er in der Regel einen hohen Gehalt an Magensäure hat. Mit dem richtigen Obst und Gemüse wird das Gleichgewicht hergestellt, um Übersäuerung zu vermeiden.

  • Fleischesser

  • robuster Verdauungstrakt

  • überaktives Immunsystem

  • reagiert überempfindlich auf Umstellungen in Ernährung und Umwelt

  • begegnet Stress am besten mit starker körperlicher Beanspruchung

  • benötigt leistungsfähigen Stoffwechsel, um schlank und energiegeladen zu bleiben

Der A-Typ - Der Landwirt

Blutgruppe A ist das Erbe sesshafter Vorfahren, die Landwirtschaft betrieben. Wichtig für den A-Typ ist, dass alle Nahrungsmittel möglichst naturbelassen auf den Tisch kommen: frisch, ohne Zusatzstoffe und aus kontrolliertbiologischem Anbau. Durch Einhaltung der blutgruppenverträglichen Nahrungsmittel wird das Abwehrsystem gestärkt und das Risiko lebensbedrohender Krankheiten reduziert. Risikofaktoren sind Herzerkrankungen, Krebs und Diabetes. Aufgrund des niedrigen Gehalts an Magensäure fällt die Verdauung von tierischem Eiweiss schwer.

  • der erste Vegetarier

  • erntet, was er sät

  • empfindlicher Magen-Darm-Trakt

  • tolerantes Immunsystem

  • passt sich festen Ernährungs- und Umweltbedingungen gut an

  • reagiert auf Stress am besten durch Beruhigungstechniken

  • braucht pflanzliche Kost, um schlank und produktiv zu bleiben

Der B-Typ - Der Nomade

Der B-Typ zeigt bisweilen chamäleonartige Eigenschaften. Entstanden als Bemühung, ganz unterschiedliche Völker zu verbinden, sind die widerstandsfähigen Menschen der Blutgruppe B meist in der Lage, viele der verbreiteten Krankheiten wie Herzerkrankungen und Krebs abzuwehren. Ihr Organismus ist aber anfällig für Erkrankungen des Immunsystems wie Multiple Sklerose. Die empfohlene Diät ist durch ihre Kombination von pflanzlichen und tierischen Produkten ausgewogen und bekömmlich.

  • Ausgeglichen

  • starkes und tolerantes Immunsystem

  • verträgt die meisten Lebensmittel gut

  • verzehrt Milchprodukte

  • reagiert auf Stress am besten mit Kreativität

  • benötigt Ausgleich zwischen körperlicher und geistiger Tätigkeit, um schlank und geistig frisch zu bleiben

Der AB-Typ - Der Rätselhafte

Weniger als tausend Jahre alt und selten (weniger als 5 % der Bevölkerung). Vertrautheit mit der Ernährungsweise von A- und B-Typ ist erforderlich, um die Diät für den ABTyp zu verstehen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Nahrungsmittel, die entweder für den A- oder den B-Typ nicht bekömmlich sind, auch für den AB-Typ ungesund sind. Da aber gewisse Lectine besser vertragen werden, gibt es Ausnahmen von dieser Regel. Beispielsweise werden Tomaten gut vertragen, obwohl diese für A- und BTypen nicht bekömmlich sind.

  • moderne Verschmelzung des A- und B-Typs

  • chamäleonhafte Reaktion auf Veränderungen der Umwelt- und Ernährungsbedingungen

  • empfindlicher Verdauungstrakt

  • tolerantes Immunsystem

  • reagiert auf Stress am besten seelischgeistig, mit körperlichem Schwung und schöpferischer Energie