top of page

Eine Fahrt durch ein zerfurchtes Land

Deutschland, wie geht es dir?
Deutschland, wie geht es dir?

Der Riss im Asphalt und das Licht der Seele!


Ich fahre durch die Nacht. Über mir spannt sich ein gewaltiger, sternenklarer Himmel aus – eine unendliche Weite, die so viel Frieden ausstrahlt und mich daran erinnert, dass wir eigentlich Kinder des Lichts sind. Doch mein Blick muss zurück auf den Asphalt, zurück in die Realität eines Landes, das unter mir zerfurcht und zerrissen liegt. Ich nehme wahr, wie sich die Autobahn in dieser Nacht in ein bizarres Schlachtfeld der Logistik verwandelt hat.

Es ist eine Fahrt durch ein Labyrinth aus Beton und Warnleuchten. Kilometerlange Baustellen fressen sich in die Landschaft, als würde das Land krampfhaft versuchen, eine Infrastruktur zu flicken, die an allen Enden auseinanderbricht. Doch es ist mehr als nur Instandhaltung. In der Stille der Nacht schieben sich Schwertransporte wie dunkle Vorboten über die Piste. Ich sehe die verhüllten Konturen, die Waffentransporte, die unter dem Schutz der Dunkelheit Richtung Horizont rollen. Überall an den Rändern der Autobahnen manifestieren sich Einlagerungen und provisorische Depots. Es fühlt sich an, als würde sich im Verborgenen eine Macht auf einen großen Krieg vorbereiten – eine Macht, die unerkannt bleiben will und die wir nicht gewählt haben.


Während ich durch diese künstlich erzeugten Staus rolle, die das Land wie Infarkte durchziehen, wird mir die Absurdität unserer Lage bewusst. Wir bewegen uns auf den Adern eines Landes, die unter der Last von Fehlentscheidungen und Größenwahn völlig verstopft und ausgetrocknet werden. Es ist die physische Manifestation einer tiefen gesellschaftlichen Zerrissenheit.

Man spürt es bis in die Fingerspitzen am Lenkrad: Wir werden von Idioten befehligt und geführt, die den Kontakt zum Boden und zur Seele dieses Volkes längst verloren haben.  Die äußere Zerstörung der Straßen spiegelt nur den inneren Verfall derer wider, die am Steuer der Macht sitzen. Ich bin allein in meiner Kabine, umgeben von dieser unheimlichen Betriebsamkeit der Schatten. Die Tränen beginnen zu fließen, nicht aus Schwäche, sondern aus einer tiefen Trauer um diesen deutschen Geist, der unter Schutt und politischem Unverstand begraben zu werden droht. Inmitten dieser Isolation, zwischen Baustellengittern und dem kalten Schein der Scheinwerfer, greife ich zum Radio. Ein kurzes Suchen, ein Rauschen, und dann füllt die Stimme von Antenne Nord den Raum meiner Kabine. Zuerst waren es die italienischen Lieder wie – „Gli altri siamo noi“. Diese Klänge, die das Herz weit machen, die an die Wärme des Südens und die menschliche Verbundenheit erinnern, haben die ersten Risse in meinem Schutzpanzer hinterlassen. Die Tränen fließen jetzt ungehindert. Es ist ein Reinigen, ein Abwaschen des Staubs dieser trostlosen Autobahn-Realität.

Und dann, wie durch eine göttliche Fügung in dieser sternenklaren Nacht, kommt dieses eine Lied:


Die ersten Worte treffen mich wie ein Blitzschlag der Erkenntnis:

„Schau dich an, nicht nur die Oberfläche, sondern das, was darunter liegt.“ 

In einer Welt, die uns nur noch als Rädchen im Getriebe, als Steuerzahler oder als Manövriermasse für kriegerische Ambitionen sieht, holt mich diese Stimme zurück zu mir selbst. Das Lied spricht nicht zu dem Fahrer, der durch Baustellen navigiert; es spricht zu der unsterblichen Seele, die hinter dem Lenkrad sitzt.

Ich erkenne in diesem Moment: Der deutsche Geist unsere Kultur, sie ist noch da. Er ist nicht in den Talkshows oder in den wirren Verordnungen derer zu finden, die uns führen. Er ist in dieser tiefen, nachdenklichen Melancholie zu Hause, die sich weigert, aufzugeben. Das Lied erinnert mich an die „stillen Siege“, die wir alle in den letzten Jahren errungen haben – Kämpfe im Licht der Nacht, von denen die Welt da draußen nichts weiß. Während draußen die Schwertransporte rollen, baut sich in mir ein ganz anderes Fundament auf: Das Fundament des eigenen Willens.

Es ist die Heilung, die genau zur richtigen Zeit kommt. Die Musik zeigt mir: Wir sind nicht allein. Wir sind viele, die in dieser Nacht wach sind, die wahrnehmen, was hier geschieht, und die sich dennoch entscheiden, das Feuer in sich nicht erlöschen zu lassen. Dieses

Lied ist wie ein alchemistisches Elixier. Es verwandelt die Angst vor dem drohenden Krieg und die Wut über die Unfähigkeit der Mächtigen in eine ruhige, unbesiegbare Stärke.

„Du bist genug“ – dieses einfache Mantra bricht den Widerstand der Materie. Es ist der Beweis, dass keine Macht der Welt den inneren Kern eines Menschen besetzen kann, der sich seiner selbst bewusst geworden ist.

Ich fahre weiter, aber das Gefühl hat sich gewandelt. Die Baustellen sind noch da, die Schwertransporte rollen weiterhin unermüdlich Richtung Horizont, doch sie haben ihre bedrohliche Macht über mich verloren. Wer sich selbst erkannt hat, wer weiß, dass er „genug“ ist, der lässt sich nicht mehr so leicht durch das äußere Chaos einschüchtern. Hier liegt die Lösung, der Ausweg aus dem kollektiven Wahnsinn, der uns gerade umspült: Wir müssen den Rückzug in die eigene Substanz antreten.

In einer Welt, in der Spekulationen – seien sie finanzieller, politischer oder kriegerischer Natur – das Handeln bestimmen, wird die wahre Substanz zur wertvollsten Währung. Diese Substanz finden wir nicht in den hohlen Phrasen derer, die uns befehligen, sondern in der Rückbesinnung auf das, was Bestand hat. Es ist der deutsche Geist der Tüftler, der Denker und derer, die mit ihren Händen und ihrem Herzen Werte schaffen. Wenn wir uns weigern, die Angst als unseren Kompass zu akzeptieren, bricht die Architektur der Fremdbestimmung in sich zusammen.

Der Wahnsinn da draußen will uns in die Zerrissenheit zwingen, will uns isolieren und in ständiger Alarmbereitschaft halten. Doch die wahre Freiheit liegt in der Besinnung auf die Regionen, auf die Heimat und auf die Liebe zum Nächsten. Ein Europa der Regionen, von dem wir träumen, beginnt genau hier: in der Souveränität des Einzelnen, der sich nicht mehr durch die künstlich erzeugte Hektik der Autobahn-Realität treiben lässt. Wir müssen uns klarmachen: Das Feuer in uns brennt auch dann, wenn es nur noch glimmt. Wir sind die Architekten unserer eigenen, unbesiegbaren Hoffnung. Wenn die Welt um uns herum versucht, sich auf einen Krieg vorzubereiten, bereiten wir uns auf den Frieden vor – einen Frieden, der auf Wahrheit und Tiefe gründet.

Die Fahrt neigt sich dem Ende zu, doch die Reise hat gerade erst begonnen. Während die ersten Vorboten der Dämmerung den Horizont hinter den Baustellengittern blassrosa färben, wird mir klar:

Die Lösung für das Chaos unserer Zeit liegt nicht in der Bekämpfung der äußeren Schatten, sondern in der bedingungslosen Hinwendung zum eigenen Licht.

Wir entkommen dem Wahnsinn, indem wir aufhören, seine Spielregeln zu akzeptieren. Wir heilen die Zerrissenheit des Landes, indem wir die Zerrissenheit in uns selbst beenden.

Jeder Schritt auf diesem Sternenweg ist ein gelebtes Gebet. Wir atmen inmitten eines spirituellen Vermächtnisses ganzer Epochen und bewegen uns auf der Aorta des Glaubens, in der Millionen Seelen ihre unlöschbare Signatur hinterlassen haben. Es ist das alchemistische Werk der Seele, die schwere Endlichkeit unseres Fleisches so lange am unnachgiebigen Schliff der Realität zu prüfen, bis der Widerstand der Materie bricht, sich der unendlichen Weite Gottes übereignet und in Ihm Ruhe findet.

Ich schalte das Radio aus. Die Stille im Wagen ist nun kein Vakuum mehr, sondern erfüllt von einer tiefen Präsenz. Deutschland mag zerfurcht sein, die Straßen mögen blockiert sein, doch der Geist ist frei. Wir sind genug. Wir waren es immer. Und wir werden es sein, wenn die Schatten der Nacht längst der Sonne gewichen sind.


Als der Wanderer zwischen den Welten, der Tausende von Kilometern und Millionen von Herzschlägen auf dem Sternenweg hinter sich gelassen hat, erkenne ich die Zeichen der Zeit. Ich sehe das Dunkle, ich sehe die Schatten auf dem Asphalt, doch ich habe keine Angst. Denn in dieser Nacht habe ich eine Stimme gehört, die mir zeigt:

Der deutsche Geist ist nicht verloren. Er lebt in jungen Menschen wie Michael Haase weiter, die den Mut haben, die Stille zu brechen.

Es erfüllt mich mit einer tiefen Dankbarkeit und Hoffnung, dass es diese neue Generation gibt, die unsere Kultur nicht als Museumsstück betrachtet, sondern als lebendige, heilende Kraft. Sie erkennen das Dunkle an – sie sehen die Zerrissenheit und die Erschöpfung –, aber sie weigern sich, darin zu versinken. Stattdessen sind sie bereit, ihr inneres Licht so hell leuchten zu lassen, dass es selbst die tiefste Nacht auf der Autobahn erhellt.

Wenn solche jungen Seelen das Erbe antreten und das Wesentliche, die Substanz, in Töne und Worte fassen, dann weiß ich:

Der Weg geht weiter. Das spirituelle Vermächtnis unserer Väter ist bei ihnen in guten Händen. Sie sind die neuen Architekten der Hoffnung, die uns daran erinnern, dass wir genug sind.


Danke für dieses Licht. Danke für diese Hoffnung. Danke, danke, danke!



Mein Herz gehört dieser Heimat, ihren Seelen und ihrem Erbe. In einer Zeit, die von Zerrissenheit und dunklen Vorboten auf den Autobahnen spricht, stehe ich fest verwurzelt in meiner Liebe zu diesem Land. Ich lasse mich nicht vertreiben, denn mein Platz ist hier. Es wird kein Krieg das letzte Wort haben, denn wir haben erkannt, dass wir im Nächsten uns selbst begegnen. Es ist das alchemistische Werk der Seele, die Dunkelheit so lange zu prüfen, bis die Wahrheit - das Licht - siegt. Dieser Wandel ist unaufhaltsam – auch für jene, die heute noch glauben, uns befehligen zu können.


Euer Wanderer zwischen den Welten


Harald 🙏🎈👣🙏

 

Werde Teil einer Gemeinschaft, die Kultur, Gesundheit und Spiritualität neu denkt – ein Kreis von Suchenden, die wissen, dass der wahre Reichtum im Innen liegt. Der goldene Pfad!


I bin vom Woid dahoam

sichere dir dein handsigniertes Exemplar.



 


 

 

 

Kommentare


Buch: I bin vom Woid dahoam

sichere dir dein Handsigniertes Exemplar und nimm an der Verlosung teil

  • Telegramm
  • Whatsapp
  • TikTok
bottom of page